Platzerlaubnis

Die Spaß- und Erfolgserlebnisse halten sich beim Golfen in engen Grenzen, wenn man zwar spielen darf, den Ball mit dem Golfschläger aber kaum trifft. Schließlich besteht das Golfspiel aus dem Vorhaben, einen kleinen Ball in einem Loch zu versenken, das mehr als 500 Meter vom Startpunkt entfernt liegen kann.

 

Zum Erlernen der Golftechniken bietet die Akademie auf Sankt Urbanus eine Fülle an Möglichkeiten, Einzel- und Gruppenunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, Kompakt- und Schnellkurse zum Kennenlernen bzw. für den Einstieg, Specials und Workshops zu bestimmten Einzelaspekten. Wenn man Golf kennenlernen oder erlernen möchte, gibt es auf Sankt Urbanus keinerlei Hürden: sportliche Kleidung genügt; Schläger, Bälle und gute Laune stellen unsere Golf Coaches.

 

Der Zugang zu Golfanlagen wird üblicherweise durch eine „Platzerlaubnis“ reglementiert. Dies ist eine Art Grundausbildung mit einer Prüfung, mittels der man nachweist, hinreichend Golf spielen und sich auf Golfanlagen angemessen verhalten zu können. Gerade letzteres ist wichtig, da das eigene Golfspiel das anderer Spieler auf drei Arten beeinflussen kann:

  • fliegende Golfbälle sind „Geschosse“, die zu schmerzhaften Verletzungen führen können. Dessen muss ein Golfspieler bewusst sein und niemals einen Ball spielen, wenn eine andere Person sich im potenziellen Flugbereich aufhält. Durch Querschläger nach links und rechts oder durch gut getroffene Bälle kann der potenzielle Flugbereich sehr groß sein.

  • Golfer spielen in einer Gruppe mit bis zu vier Personen, Alle 10 Minuten startet eine Gruppe, so dass alle Gruppen nacheinander eine Golfanlage bespielen. Es gibt viele, meist kleine Faktoren, die ein Spiel schnell oder langsam machen. Langsames Spiel eines Spielers beeinflusst nicht nur die anderen Spieler seiner Gruppe, sondern auch alle nachfolgenden Gruppen, da diese kaum „überholen“ können.

  • Golfen verursacht Spuren auf einer Golfanlage. Mit fast jedem Schlag verletzt man die Grasnarbe, Sandbunker bilden alle Spuren ab, und das Treffen der Grüns hinterlässt meistens Einschlagdellen. Alle Spuren gehören zum Golfspiel, und Golfanlagen sind gebaut, diesen Belastungen standzuhalten. Unangenehm wird es nur, wenn diese Spuren das Golfspiel beeinträchtigen.

Die „Sankt Urbanus Platzerlaubnis“

Beherzigt ein Golfer also, einen Ball nie zu schlagen, solange jemand (kann auch ein Spaziergänger sein) sich im Bereich des potenziellen Ballflugs befindet, so schnell zu spielen, dass der Sichtkontakt zur vorangehenden Spielergruppe nicht abreißt, und alle Spuren seines Golfspiels zu beseitigen (im Idealfall auch die "Hinterlassenschaften" anderer nachlässiger Golfspieler), dann hat er die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, ein gerngesehener Mitspieler auf einer Golfanlage zu sein.

 

In der Golfakademie auf Sankt Urbanus konzentrieren sich die Bemühungen, den Spaß am Golfspiel zu vermitteln, in einem ersten Schritt also auf die oben geschilderten „Golf-Etikette“. Im Rahmen einer kompakten Unterweisung werden diese Aspekte von den Golf Coaches auch mit praktischen Hinweisen und Übungen vermittelt. Ein schriftliches Zertifikat – die Sankt Urbanus Platzerlaubnis - bestätigt dann, dass man auf dem 18-Loch-Platz Sankt Urbanus spielen darf. Um das Können herzustellen und zu festigen, empfehlen wir beispielsweise unseren Coaching Club.

  • Sankt Urbanus Platzerlaubnis: 50 Minuten theoretische und praktische Etikette-Unterweisung durch Ihren Golf Coach; Ausstellung eines Zertifikats; 60,- (für eine oder zwei Person/en); individuelle Terminvereinbarung.

Die „DGV-Platzreife“

 

Nachdem im Rahmen eines Gruppenkurses über zwei Mal 150 Minuten einige Grundlagen vermittelt und geübt wurden, kann eine „Platzreife“ nach den Empfehlungen des Deutschen Golf Verbandes (DGV) erlangt werden. Diese besteht aus einer kleinen Runde Golf über ca. 120 Minuten auf unserer "großen" Golfanlage in Begleitung Ihres Golf Coaches sowie einer schriftlichen Abfrage der Golfetikette und einiger Golfregeln

 

Die DGV-Platzreife wird üblicherweise von allen Golfanlagen anerkannt, die diesem System angeschlossen sind. Nach Erlangung der DGV-Platzreife darf man also auf vielen Golfanlagen spielen.

  • DGV-Platzreifekursus: zweimal 150 Minuten Golfunterweisung an einem Wochenende in einer Gruppe von 6 bis 9 Personen (Termine siehe unten); eine Platzerlaubnisrunde mit zwei bis vier Personen in Begleitung Ihres Golf Coaches (individuelle Terminvereinbarung), anschließende schriftliche Abfrage und Ausstellung des DGV-Platzreife Zertifikats; Leihschläger, Übungsbälle, Green Fees für den Kursus inkludiert; 125,- p.P.; Termine:
    September: 09. und 10., jeweils von 11:00 bis 13:30 Uhr;
    Oktober: 07. und 08., jeweils von 11:00 bis 13:30 Uhr.